Wie du deine Coaching Sessions richtig planst, sodass alle zufrieden sind.

coaching stunde planen

Letztens habe ich in einem Post gefragt: Wie willst Du Deine Coaching Sessions haben?

Viele von Euch haben mich darum gebeten, mal einen Beitrag zu schreiben, wie ich meine Sessions plane und durchführe. Oft driften da ja die Erwartungen von Coach und Coachee auseinander und vielleicht hast Du Dich nach einer Sitzung schon mal irgendwie gefühlt, als wäre Dein Kunde unzufrieden oder als hättest Du ein Problem nicht gelöst.

Ich zeige Dir, wie ich die Stunden mit meinen Kunden plane, vorbereite und dann auch durchführe. Du kannst davon wie immer für Dich übernehmen, was sich für Dich gut anfühlt und was Du in Deinem Business integrieren möchtest und kannst. Das sind alles Tipps aus meiner eigenen Erfahrung und es kann natürlich sein, dass Du andere gemacht hast und es anders handhaben möchtest. Such Dir einfach das raus, was zu Dir passt.

Wie kannst Du Deine Coaching Sessions planen um:

– Deine und die Erwartungen Deines Kunden zu erfüllen?
– Zeitlich alles im Griff zu haben?
– Nicht ständig das Gefühl zu haben, Du gibst zu viel oder zu wenig?
– Auf Eure gemeinsamen Ziele hinzuarbeiten?

Fangen wir mal ganz am Anfang an: Mit dem Onboarding!

Du hast Dein Coaching erfolgreich an Deinen perfekten Kunden verkauft und ihr wollt gemeinsam starten. Natürlich fragst Du schon im Erst- oder Verkaufsgespräch ab, welche Erwartungen der Kunde an Dich und Deine Arbeit hat. Du hast vorgestellt, wie Du arbeitest, zu welchen Konditionen das Coaching stattfindet, wie oft, wie lange und so weiter.

Damit steht der Rahmen für Eure Zusammenarbeit. Ich empfehle Dir, Dir das alles mithilfe einer vertraglichen Vereinbarung von Deinem Kunden bestätigen zu lassen, sodass keine Missverständnisse aufkommen können.

Frage Dich nun: Was muss ich von meinem Kunden wissen, um mich bestmöglich auf das Coaching mit ihm vorzubereiten? Klar habt Ihr Euch im Erstgespräch schon kennengelernt und die Chemie hat offensichtlich gestimmt aber vielleicht gibt es noch weitere Informationen, die Du benötigst, um die Situation besser einschätzen und helfen zu können.

Erstelle einen Fragebogen, den Dir Dein Coachee vor der ersten Coaching Session ausfüllt und für deine Vorbereitung zukommen lässt.

Wenn das möglich ist, dann mache auch schon im Voraus alle Termine mit Deinem Coachee aus, damit Ihr beide genau wisst, wann Ihr Euch trefft und wann das Coaching beendet ist. Ich empfehle deshalb auch immer, Pakete zu verkaufen, keine Stunden, denn dann habt Ihr beide Planungssicherheit.

Dann ist es soweit: Die erste Session steht bevor, Du bist nervös, sitzt schon Stunden vorher an Deinem PC und machst Dir die wildesten Gedanken wie:

Hilfe, ich glaube, ich kann dem Kunden gar nicht helfen! Ich weiß doch eigentlich gar nichts.

Was, wenn der Kunde total unzufrieden ist und mich in der Coaching Session fertig macht?

Ich kann Dich beruhigen: Das ist alles ganz normal und meistens völlig unbegründet. Lass den Bullshit durchlaufen und erkenne, dass das nichts mit Dir und Deiner Arbeit zu tun hat. Dein Kunde freut sich darauf, mit Dir zu starten, denn Ihr löst gemeinsam sein Problem!

Damit Du vor einer Session nicht durchdrehst, lege Dir einen Plan zurecht und stelle Regeln für Dich selbst auf!

  • Wie lange bereitest Du Dich maximal vor? Wenn das 30 Minuten vor dem Coaching sind, dann halte Dich auch daran! Wenn Du nämlich zwei Stunden vorher schon loslegst, dann wirst Du auch diese Zeit gefüllt bekommen und am Ende unzufrieden sein, weil Du viel mehr Zeit investiert hast, als Du eigentlich wolltest und als Du auch verkauft hast.

Welches Ziel habt Ihr beide dieses Mal?

  • Du solltest für Dich unbedingt einen roten Faden haben, der sich durch Deine Betreuung durchzieht und sicherstellt, dass Ihr das Problem am Ende löst. Von vorab ausgefertigten Programmen und To-Do-Listen halte ich persönlich nicht so viel, weil Du damit Gefahr läufst, unterwegs Deinen Kunden zu verlieren. Frage am Anfang der Coaching Session immer, ob es etwas Bestimmtes gibt, was heute erarbeitet werden soll und gehe auf diese Bedürfnisse ein aber verliere nicht das Ziel aus den Augen.
  • Lege Dir eine Dokumentation für Deinen Kunden an. Notiere, was Ihr in dieser Session gemacht habt, zu welchen Ergebnissen Ihr gekommen seid, was bis zum nächsten Mal zu erledigen ist und welche Themen dann dran sind. Manchmal liegen ja ein, zwei oder sogar mehr Wochen zwischen zwei Coachings und dann willst Du Dich möglichst schnell wieder einarbeiten und nicht stundenlang rekapitulieren, was Ihr das letzte Mal gemacht habt.
  • Oder noch blöder: Deinen Kunden danach fragen. Ich finde, es ist unsere Aufgabe als Coaches, das zu wissen und den Rahmen einzuhalten. Eine kleine Zusammenfassung der letzten und einen Ausblick auf die aktuelle Session kannst Du immer zu Beginn Eures Gespräches geben. Das gibt auch Deinem Coachee das Gefühl, bei Dir gut aufgehoben zu sein, denn Du weißt offensichtlich, was zu tun ist.
  • Auch für die Dokumentation und die Nachbereitung solltest Du Dir einen zeitlichen Rahmen setzen, den Du einhältst. Ich rate Dir, die nächste Coaching Session immer gleich nach dem Gespräch vorzubereiten, weil dann alles noch frisch ist und Du bestimmt schon viele Ideen hast. Du kannst Dir auch überlegen, ob Du Deinem Kunden nach der Session eine E-Mail schickst mit den Aufgaben, einer Aufzeichnung oder ähnlichem. So geht ihr ganz klar auseinander.

Mit diesen Tipps kannst Du für Dich und Deinen Coachee eine Umgebung schaffen, in der Ihr beide immer genau Bescheid wisst, was ansteht und keine Missverständnisse aufkommen. Ich finde, es gibt nichts Unangenehmeres, wie wenn Unklarheit aufkommt, zum Beispiel über das Ziel der Zusammenarbeit, den zeitlichen Rahmen etc. und dann einer von Euch beiden unzufrieden wird. Das ist alles andere als produktiv!

Häufige Fragen, die mir im Zusammenhang mit Coaching Sessions gestellt werden, möchte ich jetzt noch für Dich klären.

„Was mache ich, wenn wir uns total verquatschen und die Zeit total überziehen oder wenn mein Kunde kurz vor Schluss noch ein neues Thema anschneidet?“

Natürlich sollst Du Dich im Gespräch auf Deinen Kunden einlassen, aber es ist Deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Du wirtschaftlich bleibst! Niemand hat etwas davon, wenn Du am Ende keine Lust mehr auf Deinen Kunden hast, weil Du jedes Mal mehr gibst, als vereinbart. Auch, wenn Du helfen willst:

Es ist Dein Business und es soll Deinen Lebensunterhalt finanzieren. Stelle klare Regeln für Dich auf und halte Dich daran. Wie viel Zeit kannst Du maximal überziehen, ohne Dich unwohl zu fühlen?

Fünf Minuten, zehn Minuten? Wenn Dein Kunde dann noch weiterreden möchte, sagst Du freundlich: „Ich sehe, da gibt es noch einiges, was wir uns unbedingt anschauen sollten. Ich notiere mir das hier und werde mich für die nächste Session gezielt auf das Thema vorbereiten. Ich würde mich total freuen, wenn Du mir dazu noch Auskunft über XY per E-Mail gibst. Das hilft mir immer total!“ So zeigst Du, dass Du Deinen Kunden wahrnimmst, machst aber auch Deine Grenze klar.

Eine beliebte Frage zum Thema Zeit ist auch: „Was mache ich, wenn mein Coachee mir außerhalb der vereinbarten Zeiten schreibt und einen Rat möchte, bzw. ein Notfall eintritt?“

Das kommt natürlich ganz darauf an, was Ihr miteinander vereinbart habt. Wenn Du eine Art Rufbereitschaft angeboten hast, dann solltest Du das auch in Deinem Preis berücksichtigen und auch dafür einen zeitlichen Rahmen vorgeben, zum Beispiel: „Du kannst mich rund um die Uhr über die Nr. XY anschreiben und ich antworte Dir innerhalb der nächsten 24 oder 48 Stunden.“

Das würde ich unbedingt schon im Verkaufsgespräch vereinbaren und schriftlich festhalten. Richte Dir dann feste Zeiten ein, zu denen Du diese Nachrichten abhörst oder liest. Eventuell ist auch ein Geschäftshandy sinnvoll, dessen Nummer Du nur zu diesem Zweck an Deine Kunden herausgibst, damit Du in Deiner privaten Zeit nicht ständig mit Kundenfragen konfrontiert bist und gut abschalten kannst.

Gerade zu Beginn wirst Du vielleicht auch mal gratis coachen, um sicherer zu werden oder Dein Angebot zu testen. Manche Kunden werden dann sehr fordernd und haben hohe Erwartungen an Dich. Deshalb rate ich Dir auch hier: Mache den Rahmen vorab ganz klar! Sage nicht: „Ich coache Dich gratis“, sondern „Ich coache Dich eine Stunde lang gratis und gebe Dir erste Lösungsansätze.“

Es liegt immer in Deiner Verantwortung, wie viel Du gibst! Wenn Du vorab nicht deutlich bist, dann ist nicht Dein Kunde schuld, wenn es Dir zu viel wird, sondern Du.

Nehmen wir mal an, es ist schon zu spät, Du hast keinen Rahmen vorgegeben und jetzt fordert Dein Kunde immer mehr und Du bist schon richtig sauer, weil Du gerade Dein ganzes Wissen gratis rausgibst. Dann kannst Du sagen: „Ich habe Dir bis jetzt mit XY geholfen und es freut mich, dass Du in der Zeit schon so große Fortschritte gemacht hast! Natürlich möchte ich Dich auch weiter betreuen und mache Dir dafür gerne ein Angebot, da zeige ich Dir dann genau, wie Du XY…“.

Weil Du die Grenze nicht kommuniziert hast, kennen die Kunden sie selbstverständlich nicht und ihnen wird meistens erst dann bewusst, wie viel ihnen schon gratis geholfen wurde. Entweder sie nehmen Dein Angebot dann an oder sie sind erstmal zufrieden und gehen. Dann bist Du um eine Erfahrung reicher.

Für alles, was ich Dir heute mitgegeben habe, gilt: Du alleine bist verantwortlich für alles: Für Dein Geld, für Deine Zeit, für die Erwartungen! Sei Dir selbst klar und kommuniziere deutlich. Dann herrscht auf beiden Seiten Sicherheit und Ihr könnt Euch voll auf das Coaching einlassen.

Ich freue mich, wenn ich mit diesem Blog Post dazu beitragen konnte, dass Du ab jetzt entspannter und organisierter in Deine Coaching Sessions gehst und damit eine noch größere Hilfe für Deine Coachees bist!

Ich verabschiede mich nach diesem Beitrag in die Babypause, was aber natürlich nicht heißt, dass Du auf diesen Blog hier verzichten musst. Schon seit ein paar Wochen bereite ich die Podcastfolgen und zugehörigen Blog Posts vor, die Du in den nächsten Monaten zu hören und lesen bekommst und ich verspreche Dir: Du kannst Dich darauf freuen! Ich werde nämlich drei unterschiedliche Formate senden:

  • Input von mir zu Social Media, so wie Du es kennst und magst
  • Interviews mit Gründern, die Dir ihre wertvollen Learnings mit auf den Weg geben, wie sie Kunden gewinnen, welche Aufgaben sie abgeben etc.
  • Podcast Coachings! Dafür besuchen mich Mitglieder meiner Community und können mir im 1:1 ihre Fragen stellen und sich live von mir coachen lassen

Auch wenn ich in der nächsten Zeit wahrscheinlich nicht alles verfolgen kann, freue ich mich riesig auf Dein Feedback zu den Folgen und hoffe, dass ich Dir damit nochmal ganz viele Extra-Infos mitgeben kann, bis ich dann wieder da bin.

Bevor ich mich jetzt für die nächste Zeit verabschiede, möchte ich Dir nochmal ein dickes Dankeschön sagen für Deine Unterstützung und die vielen lieben Nachrichten, die mich vor der Babypause noch erreicht haben! Danke, dass Du in meiner Community bist und danke, dass Du mir und meiner Arbeit so viel Wertschätzung entgegenbringst!

Ich wünsche Dir ganz viel Spaß und jede Menge Inspiration mit den Folgen und Blog Posts, die in der nächsten Zeit auf Dich warten.

Wenn Du gerne mit mir arbeiten möchtest, dann gibt es ebenfalls drei Möglichkeiten: 1:1 Mentoring, Social Media Einsteiger Onlinekurs oder den Crashkurs vom Offline- zum Online-Coach.

Alle drei findest Du auf meiner Website und kannst Dich dort auf die Warteliste eintragen. Sobald ich wieder zurück bin, wirst Du als erstes informiert, wenn Du Dich wieder anmelden kannst.

Ich freue mich auf dich! Bis bald!

Lass mir gerne unter dem Post auf Facebook und Instagram Deine Meinung dazu da und sag mir, ob ich Dir helfen konnte.

Alles Liebe, Deine Bellinda

Diesen Blogbeitrag gibt’s auch als Podcastfolge auf Spotify und iTunes. Ich freue mich, wenn Du mir dort eine Bewertung hinterlässt ♥

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